 |
Die Gesundheit eines Tieres wird direkt in Abhängigkeit von
seinen Beziehungen zu einer Vielzahl von äußeren Faktoren betrachtet,
zu denen auch der Mensch gehört. Die Tiere sind wie auch die Pflanzen
als Teil eines dynamischen Systems mit ihrer Umwelt verbunden. Veränderungen
in diesem System setzen bei jedem Tier eine Regulation in Gang und sind
damit entscheidend für Krankheit oder Gesundheit.
 |
 |
Das
Bestreben eines jeden Tieres, für einen bestimmten Zeitraum ein Fließgleichgewicht
zwischen Organismus und Umwelt unter den Voraussetzungen physiologischer
Gegebenheiten aufrecht zu erhalten, bezeichnen wir als Gesundheit.
Krankheit wäre dann die Störung dieses Gleichgewichtes, die zunächst
durch Stoffwechselveränderungen und nachfolgend durch sichtbare klinische
Symptome gekennzeichnet ist. |
Tiergesundheit bei
Nutztieren muss jedoch auch nach ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet
werden. Vorbeugende Maßnahmen und therapeutische Behandlungen sind dann
rentabel, wenn ihre Kosten niedriger liegen als der Gewinnausfall durch
das Auftreten der (zu erwartenden) Erkrankungen. Diese Vorgaben haben
zu einem einseitig ökonomisch definierten Begriff der Tiergesundheit geführt.
Bei der Behandlung einer akuten Erkrankung werden Folgekosten, wie z.B.
Umweltbelastungen durch Arzneimittel oder chronische Krankheiten meist
nicht erfasst.
In unserer Praxis verfolgen wir ein integratives Modell der Zusammenarbeit
von Landwirt und Tierarzt. Dabei entwickeln wir bei Bedarf eine betriebsspezifische
Planung, die die Gesundheit des Einzeltieres und der Herde im Blick
hat.
Dazu trägt bei: |
 |
 |
eine leistungsgerechte
Fütterung und qualitativ hochwertiges Futter
eine optimierte Tierhaltung unter Gewährleistung des arteigenen
Verhaltens
eine vorbeugende Behandlung mit Naturheilverfahren
Kurzfristige, ökonomisch interessante Leistungssteigerungen führen langfristig
durch gesteigerte Krankheitsanfälligkeit bzw. eine geringere Kompensationsfähigkeit
gegenüber Umweltbelastungen zu höheren Kosten und sind dann nicht rentabel.
Statt dessen sollten dauerhafte Leistungen von weitgehend gesunden Tieren
erbracht werden. Behandlungen von Krankheiten können nur dann zu wirklichen
Erfolgen führen, wenn das Selbstregulationsvermögen des Körpers nicht
überlastet ist.
|
 |