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Senioren
In Westeuropa werden nicht nur
die Menschen sondern auch Ihre Haustiere Hund und Katze immer älter. Katzen
erreichen heute ein durchschnittliches Lebensalter von 9 Jahren, viele werden
aber deutlich älter. Auch Katzen mit über 20 Jahren sind gar nicht so selten.
Die gestiegene Lebenserwartung unserer Haustiere ist Ausdruck eines bewussteren
Umgangs mit den Tieren. Artgerechtere Haltung, regelmäßige Bewegung, ausgewogene
Ernährung und - nicht zuletzt - eine verbesserte tiermedizinische Versorgung
tragen dazu bei.
Altern ist irreversibel, denn Altern ist ein natürlicher, komplexer, biologischer
Prozess, der zu einer verminderten Fähigkeit des Individuums führt, die
auf den Organismus einwirkenden Belastungen auszubalancieren. Das ältere
Tier leidet seltener an einer einzelnen Krankheit, vielmehr handelt es sich
bei Störungen meist um verschiedene Organdysfunktionen.
Katzen werden ab ca. 8-10 Jahren als älteres Tier eingeschätzt. Gerade weil
Katzen kaum äußere Anzeichen zeigen, die auf ein höheres Lebensalter hindeuten,
werden erste Anzeichen für eine nachlassende Organfunktion leicht übersehen.
Daher sollten Sie Ihre Katze regelmäßig tierärztlich untersuchen lassen.
Beispielsweise treten folgende Beschwerden bei Katzen im Alter häufiger
auf: Hautprobleme, Herzerkrankungen, chronische Erkrankungen der inneren
Organe, Zahnprobleme und Tumorerkrankungen. Moderne Untersuchungen ermöglichen
bei vielen Erkrankungen eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie.
Hierdurch können viele Krankheiten positiv beeinflusst und die Lebensqualität
verbessert werden.
Ein Beispiel:
Chronische Nierenerkrankungen, in deren Folge die Nierenfunktion nachlässt,
sind ein häufiges Problem bei alten Katzen. Bei vielen nierenkranken Katzen
entwickelt sich sekundär ein Bluthochdruck. Dieser führt zum einen zu einer
weiteren Nierenschädigung und zum anderen häufig zu zahlreichen Folgeerkrankungen
(z. B. Augenschäden durch Netzhautblutung). Der rechtzeitige Einsatz von
Fütterungsmaßnahmen und einer medikamentellen Therapie kann die Lebensqualität
Ihrer Katze sehr verbessern. Durch eine gezielte Diätfütterung wird die
Niere entlastet. Durch blutdrucksenkende Medikamente kann
der „Teufelskreis" aus Bluthochdruck und weiterer Nierenschädigung unterbrochen
werden.
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