Die
Niere dient zur Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und Giftstoffen.
Kann sie diese Aufgabe nur noch eingeschränkt wahrnehmen, muss durch eine
entsprechende Diätfütterung versucht werden die Niere zu entlasten. Dies
kann durch ein entsprechendes Diätfutter oder ein selbstzubereitetes Futter
geschehen.
Grundsätzlich muss das Futter einer nierenkranken Katze folgende Kriterien
erfüllen: |
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| 1. | Das Eiweiß muss leicht verdaulich sein. Schwer verdauliche Eiweiße
werden im Gegensatz zu leichtverdaulichen Eiweißen, die im Dünndarm abgebaut
werden, erst im Dickdarm verdaut. Der Abbau im Dickdarm erfolgt durch
Bakterien. Dabei können den Stoffwechsel und die Nieren belastende Abbauprodukte
entstehen. |
| 2. | Die Eiweißgesamtmenge muss kontrolliert und je nach Stärke der Erkrankung
reduziert werden. |
| 3. | Der Phosphorgehalt der Ration muss reduziert werden. Überschüssiger
Phosphor kann bei gesunden Tieren über die Nieren ausgeschieden werden.
Bei nierenkranken Tieren ist das Auscheidungsvermögen verringert und es
kann zu einem Ausfall des Phosphors in der Niere kommen. Hierdurch kommt
es zu einer erneuten Nierenschädigung. |
| 4. | Der Bedarf an den Vitaminen A und B, bei hochgradigen Nierenschäden
auch Vitamin D ist erhöht.
Für nierenkranke Katzen stehen unterschiedliche Fertigfuttermittel zur
Verfügung. Wir beraten Sie gerne, welches Produkt für Ihre Katze geeignet
ist.
Wenn Sie eine Eigenmischung füttern wollen, sollte die Zusammenstellung
nach einer Rationsberechnung erfolgen. Wir stellen Ihnen gerne eine Ration
für Ihre Katze zusammen.
Die Umstellung auf das neue Futter sollte in jedem Fall schrittweise erfolgen.
Ersetzen Sie zunächst nur 1/4 des gewohnten Futters durch das Diätfutter.
Steigern Sie die Menge, bis Sie schließlich nach ca. 1 Woche nur noch
das Diätfutter füttern.
Falls Ihre Katze das Diätfutter ungern frisst, kann die Akzeptanz durch
eine Erwärmung des Futters auf Körpertemperatur erhöht werden.
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